Archiv
20. Dezemeber 2004
Kaliumiodidtabletten:
Erste
Phase der Verteilung abgeschlossen
Die
grossflächige Verteilung von Kaliumiodid-tabletten an 1.2 Mio. Einwohnerinnen
und Einwohner der Zonen 1 und 2 im Umkreis von 20 km der Schweizer
Kernkraftwerke ist abgeschlossen. Dies gab die Geschäftsstelle
Kaliumiodid-Versorgung bekannt, die vom Bund mit der Koordination der
Verteilung beauftragt wurde. Einzelne Personen, die bisher noch keine Tabletten
erhalten haben, beispielsweise neu Zugezogene, können bis Ende Dezember 2004
ihre Tablettenpackungen bei ihrer Postfiliale abholen.
Die Tabletten dienen dem Schutz der Schilddrüse, falls bei
einem schweren Unfall in einem der fünf Schweizer Kernkraftwerke Radioaktivität
austreten sollte. Sie müssen daher in den kommenden 10 Jahren an einem
trockenen Ort bei Raumtemperatur und sicher vor dem Zugriff von Kindern
aufbewahrt wer-den. Erst in einem etwaigen Notfall werden die Behörden nach
einem Sirenenalarm über Radio die Einnahme der Tabletten anordnen. "Jeder
Packung liegt ein Informationsblatt in acht Sprachen bei, das auf die
wichtigsten Fragen eine schnelle Antwort gibt. Beispielsweise wann die
Tabletten einzunehmen oder wie sie in den kommenden Jahren zu lagern
sind," so Tony Henzen von der Geschäftsstelle Kaliumiodid-Versorgung.
In einer zweiten Verteilungsphase erhalten ab Mitte Januar
2005 alle Betriebe und öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Krankenhäuser
und Gemeinden in den Zonen 1 und 2 eine ausreichende Anzahl
Kaliumiodidtabletten. So sind Arbeitnehmer, Schüler und Patienten auch tagsüber
im Notfall ausreichend versorgt.
zurück zum Archiv