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28. Oktober 2004

 

Kaliumiodidtabletten werden an Haushalte verteilt

Bern, 28. Oktober 2004 - Zwischen Ende November und Mitte Dezember 2004 erhalten alle Haushalte im Umkreis von 20 Kilometern um die fünf Schweizer Kernkraftwerke neue Kaliumiodidtabletten. Ihre Einnahme verhindert im Falle eines schweren Kernkraftwerk-Unfalls die Belastung der Schilddrüsen mit radioaktivem Iod.

 

Um die Sicherheit der Bevölkerung im Falle eines schweren Unfalls in einem der Schweizer Kernkraftwerke weiter zu erhöhen, hat der Bundesrat eine Neu-ordnung der Verteilung der Kaliumiodidtabletten beschlossen. Neu werden die Tabletten in den beiden Zonen 1 und 2 (bis 20 km um ein Kraftwerk) an die Haushalte verteilt. Vor 10 Jahren war dies nur in der Zone 1 (bis 5 km Umkreis) der Fall gewesen. Die Produktion der Tabletten ist im August dieses Jahres angelaufen. "Unser Zeitplan ist knapp, aber die Tabletten werden von Ende November bis Mitte Dezember verteilt", bestätigt Max Zulliger von der Geschäftsstelle Kaliumiodid-Versorgung. Somit erhalten bis Mitte Dezember rund 1.2 Mio. Einwohnerinnen und Einwohner die Tabletten und Informationsmaterialien per Post zugesandt.

 

Einfaches System für Verteilung und Entsorgung
Jedes Haushaltsmitglied - egal ob Kind oder Erwachsener - erhält eine Tablettenpackung à 2 x 6 Tabletten. Es werden doppelt so viele Tabletten verteilt, als im Katastrophenfall benötigt. So kann im Alarmfall eine direkte Nachbarschaftshilfe erfolgen, falls Mitbewohner ihre Tabletten nicht mehr fin-den. Die Packungen dürfen jedoch erst im behördlich angeordneten Notfall geöffnet und die Tabletten eingenommen werden. Auch in Bezug auf die Entsorgung der vor rund zehn Jahren verteilten und mittlerweile abgelaufenen Kaliumiodidtabletten konnte eine einfache Lösung gefunden werden: Wer noch alte blaue Packungen hat, kann diese am nächs-ten Postschalter abgeben oder sie ohne Adresse und Frankierung in den Brief-einwurf der Postfiliale werfen. Aktuelle Informationen rund um die Verteilung der Kaliumiodidtabletten sind auf der Internetseite www.kaliumiodid.ch zu fin-den.

 

Zuzüger werden nachträglich berücksichtigt
Die Adresserhebung für die Verteilung der Kaliumiodidtabletten ist in den be-troffenen Gemeinden bereits abgeschlossen. Zuzüger, die sich bis zur Verteilung neu in den betroffenen Gemeinden anmelden, erhalten ihre Tabletten Ende Januar bei ihren zuständigen Gemeindebehörden.

 

Grosspackungen an Betriebe und öffentliche Einrichtungen
Neben den privaten Haushalten werden rund 90'000 Firmen und öffentliche Einrichtungen wie Krankenhäuser, Schulen oder Behörden in den betroffenen Gemeinden mit Grossverpackungen der Kaliumiodidtabletten versorgt. Sie erhalten in der zweiten Januarhälfte 2005 je nach Bedarf Grosspackungen mit 10, 25, 50, 100 oder 200 Tablettenschachteln. Die Grosspackungen werden bei den Betrieben zentral eingelagert. Erst im behördlich angeordneten Notfall werden diese geöffnet und an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verteilt. Die jeweiligen verantwortlichen Personen werden mit Flugblättern und kleinen Bro-schüren im Vorfeld informiert, um für den möglichen Ernstfall gerüstet zu sein.

 

Weitere Informationen

Geschäftsstelle Kaliumiodid-Versorgung

ATAG Wirtschaftsorganisationen AG

Max Zulliger oder Tony Henzen

Tel. 031 380 79 77

kaliumiodid-versorgung@awo.ch

 

Weiter Adressen im Internet:

www.kaliumiodid.ch/

Neben vielen Informationen rund um die Verteilung der Kaliumiodidtabletten finden Sie hier eine Suchfunktion der Gemeinden, die von der Verteilung betroffen sind.
www.naz.ch/

Auf der Internetseite der Nationalen Alarmzentrale NAZ erhalten Sie ausführliche Informationen zur Alarmierung der Bevölkerung im Notfall.
www.hsk.ch/

Die Hauptabteilung für die Sicherheit der Kernanlagen HSK bietet auf ihrer Internetseite Hintergrundinformati-onen zu den Schweizer Kernkraftwerken und dem vorgeschriebenen Notfallschutz.

 

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