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Anwendung und Wirkung
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Bei einem schweren Kernkraftwerkunfall kann
radioaktives Iod in die Umgebung austreten. Dieses wird vom Menschen durch
die Atemluft aufgenommen und reichert sich in der Schilddrüse an.
Kaliumiodidtabletten verhindern die Aufnahme von radioaktivem Iod in die
Schilddrüse, sofern sie rechtzeitig eingenommen werden.
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Bei einer Gefährdung der Bevölkerung ordnen
die Behörden über Radio sowohl die Bereitstellung als auch die Einnahme der
Kaliumiodidtabletten an. Die Tabletten sind nach der Aufforderung der
Behörden möglichst rasch und gemäss Packungsbeilage
in den angegebenen Dosierungen einzunehmen. Die Einnahme erfolgt zunächst
einmalig. Je nach Strahlensituation fordern die zuständigen Behörden über Radio
zur weiteren Einnahme auf. Halten Sie sich daher genau an die Anweisungen der
Behörden. Die Tabletten liegen in kindersicheren Verpackungen vor. Eine
ausführliche Beschreibung, wie die
Tabletten im Notfall herauszulösen sind, befindet sich in der
Medikamenteninformation der Packung.
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Der Schutz der Schilddrüse mit Kaliumiodid
gilt als sichere und ungefährliche Massnahme. Bei einer kurzzeitigen Einnahme
innerhalb weniger Tage sind kaum Nebenwirkungen zu erwarten. Sollten diese
trotzdem auftreten, sind sie nur vorübergehend. Nebenwirkungen können
weitgehend vermieden werden, indem die Kaliumiodidtabletten mit reichlich
Flüssigkeit und nicht auf nüchternen Magen eingenommen werden. Genaue Angaben
zur Einnahe und Dosierung entnehmen Sie bitte der Packungsbeilage
Kaliumiodid 65 mg Armeeapotheke.
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Aufbewahrungsvorschriften: Die Tabletten
müssen in der verschlossenen Originalpackung bei Raumtemperatur (15-25°C)
aufbewahrt werden und vor Licht und Feuchtigkeit geschützt sein. Bitte lagern
Sie die Tabletten an einem Ort, an dem Sie schnell griffbereit und ausserhalb
der Reichweite von Kindern sind.
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Kaliumiodid 65 mg Armeeapotheke ist ein
Medikament. Lesen Sie vor der Einnahme die Packungsbeilage.
Sie gibt Auskunft über die richtige Anwendung. Weitere Auskünfte erteilt
Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker.
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Kaliumiodidtabletten bieten keinen Schutz
gegen radioaktive Strahlung, die von aussen auf den Körper wirkt. Bei einer
Gefährdung durch Radioaktivität muss deshalb auf Anweisung der Behörden das
Hausinnere bzw. ein Keller oder Schutzraum aufgesucht werden.
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